Gipsmuseum Digital Gips - mehr als weißes Pulver :: v.1.0  
 
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Gips - mehr als weißes Pulver
 
 
Grottenstein (Burglöcher - Sachsenburg)
 
Werbegraphik der Kutzhütte II
 
 
Sonstige Verwendung von Gips

Fritz Reinboth

Die vielfältigen Anwendungen von Gips lassen sich im Rahmen dieser Ausstellung schon aus Platzgründen nicht alle zeigen.

Ein neben dem Bauwesen wirtschaftlich wichtiger Abnehmer war und ist die Porzellanindustrie, die für ihre Produkte Gipsformen benötigt. Die Porzellanmasse wird in diese Gipsformen gegossen, wo ihr durch das Porenvolumen des Gipses in einer dünnen Schicht das Wasser entzogen wird. Die restliche, noch flüssige Porzellanmasse wird wieder ausgegossen, wodurch der Hohlraum z. B. einer Kaffeekanne entsteht. Die in mehrere Teilen zerlegbare Gipsform wird nach dem Trocknen des Porzellan-Rohlings abgenommen, dann kann dieser gebrannt werden. Für diese Gipsformen gibt es bisher keinen gleichwertigen Ersatz.

In der Zahnmedizin wird Gips zur Anfertigung von Gebissmodellen für die dritten Zähne, aber auch für die Anfertigung von Zahnspangen zur Gebissregulierung verwendet. Früher wurden auch die Gebissabdrücke im Mund mit Gips abgenommen, der mit Farb- und Geschmacksstoffen wie Pfefferminzöl vermischt war und natürlich schnell abbinden musste. In der Allgemeinmedizin werden z.B. zur Fixation von Knochenbrüchen Gipsverbände benutzt.

In vielen Kirchen finden sich Beispiele von Stuckplastik, beginnend mit vielfältigen Schmuckformen, dem frühromanischen „Heiligen Grab“ in der Stiftskirche in Gernrode, den Reliefs an der Emporenbrüstung der Klosterkirche Gröningen über die Chorschranken in Halberstadt, Hildesheim und Hamersleben bis hin zum Schmuck barocker Innenräume.
 
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