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Gips - mehr als weißes Pulver
 
 
Prägestempel der Fa. Rohde
 
Werbegraphik der Kutzhütte II


 
Persönlichkeiten der heimischen Gipsindustrie

Fritz Reinboth

Schlechthin der Pionier der Walkenrieder Gipsindustrie war Albrecht Meier (1838 -1904). Aus einer angesehenen Braunschweiger Familie stammend, wollte er eigentlich im Eisenhüttenfach als Beamter tätig werden. Als sich diese Laufbahn infolge der Privatisierung der Zorger Hütte zerschlug, kaufte er mit seinem Bruder Felix die Obermühle (Ölmühle) in Walkenried und baute sie zur Gipsmühle um. Dazu errichtete er auf dem Grundstück einen Gipsofen. Als Steinbruch pachtete er ein Grundstück am Postweg im Röseberg. 1868 übernahm er vom bisherigen Pächter, dem Maurergesellen Heinrich Krieghoff, den seit 1753 betriebenen fiskalischen Gipsofen am Faulen Sumpf. Dort errichtete er weitere Gipsöfen eigener Konstruktion sowie eine Mühle mit 2 Gängen und Dampfmaschinenantrieb. Auf dem Grundstück an der Ölmühle, die später an den Leiterhersteller Franke verpachtet wurde, baute sich Albrecht Meiers älterer Bruder, Kapitän Felix Meier, das sogenannte Kapitänshaus.

Albrecht Meier war Mitglied im Harzverein für Geschichte und Altertumskunde, gründete 1887 den Harzklub-Zweigverein Walkenried und war unter anderem Schriftführer im Gemeinderat. Sein Portrait stammt aus der Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Harzklub-Zweigvereins.

1904 starb Albrecht Meier. Seine Witwe verkaufte die Gipsfabrik an Fritz Rode (1874-1972) aus Oberkaufungen, der sie unter dem alten Namen „Walkenrieder Gipsfabrik Albrecht Meier, Inh. Fritz Rode“ weiterführte. Rode und seine Söhne Herbert und Albrecht leiteten das Unternehmen bis zum Verkauf 1969. 1976 wurde der Betrieb eingestellt und anschließend das Werk restlos abgerissen.

Der Ingenieur Albert Fischer hatte 1875 eine Mahlmühle in Klettenberg zu einer Gipsmühle umgebaut. 1889 erwarb Burchard Börgardts aus Gräfrath (1863 -1940) zusammen mit seinem Schwager Ernst Pohlig die Mühle und baute sie als Gipswerk aus. Börgardts plante dann eine weitere Niederlassung zunächst am Bahnhof  Tettenborn, dann in Walkenried. Dort scheiterte er aber am Widerstand des Domänenpächters Amtsrat Schmid. So entstand das neue Werk 1893 auf preußischem (Branderoder) Territorium als Kutzhütte, übrigens ein schon 1700 nachweisbarer Name. 1912 kam es zum Konkurs. Die Firma wurde unter dem Namen der beiden älteren Söhne des Gründers H.& E. Börgardts als KG neu gegründet. Der älteste Sohn Heinz Börgardts schied 1928 aus, weil er Teilhaber im Gipswerk seines Schwiegervaters wurde und nach Pößneck zog. Auf dem ausgestellten Foto der Unternehmerfamilie Börgardts sind daher neben Burchard Börgardts nur seine jüngeren Söhne Erich und Edmund zu sehen. 
 
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