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Gips - mehr als weißes Pulver
 
 
Himmelsmehl

 
Himmelsmehl

Fritz Reinboth

An manchen Stellen im Südharz findet sich ein mehlartiges Verwitterungsprodukt des Gipses. In Notzeiten (z. B. 1597) wurde es als vermeintliches Gottesgeschenk geholt und entweder wie Mehl verbacken oder richtiges Mehl damit gemischt. Beim Backen wurde dieses Gipsmehl „gebrannt“ und konnte in Magen und Darm abbinden. Schwere gesundheitliche Schäden waren die Folge.

Wirtschaftliche Bedeutung hatte diese sogenannte Gipsrendzina durch die Verwendung zum Mergeln. Die Wirkung ist durch den Karbonatgehalt bedingt. Im Hainholz bei Düna, aber auch im Höllstein bei Walkenried wurde dieser „Mergel“ gewonnen. Im 18. Jahrhundert wurde damit in Walkenried angeblich die als Ackerunkraut massenhaft auftretende Ringelblume ausgerottet.
 
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