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Gips - mehr als weißes Pulver
 
 
Anhydritlösung durch Regenwasser
 
Grottenstein (Igelsumpf bei Woffleben)
 
 
Gips als Gestein

Fritz Reinboth

Gips ist ein Sedimentgestein, das beim Eindampfen von Binnenmeeren entsteht. Die geologisch ältesten und auch größten Vorkommen stammen aus der Zechsteinzeit (vor ca. 240 Millionen Jahren), später in der sogenannten Trias im Oberen Buntsandstein, im mittleren Muschelkalk und im Keuper. Wirtschaftliche Bedeutung haben heute in Deutschland nur die Zechstein- und Keupergipse, während früher eigentlich alle Gipsvorkommen zum Gipsbrennen ausgebeutet wurden.

Das Wasser des Zechsteinmeeres ist in vier „Zyklen“ eingedampft, zwischen denen wieder Frischwasser zugeführt wurde. Während dieser Eindampfungszyklen wurden die im Wasser gelösten Mineralien nach ihrer Löslichkeit wieder ausgefällt: zunächst die Karbonate (Kalk oder Dolomit), dann Gips, Steinsalz und schließlich die Kalisalze. Zunächst gab es eine reiche Meeresfauna mit Korallenriffen wie z. B. dem Römerstein. Später war in dem mit Gips und Salz gesättigten Wasser kein Leben mehr möglich, so dass es schon im Gips keinerlei Fossilien mehr gibt.

Während der Diagenese (Entwicklung des Gesteins von der Ablagerung bis zum festen Gestein) ist der Gips unter bestimmten Randbedingungen (Temperatur, Druck) zunächst als Anhydrit (ohne Kristallwasser) verfestigt und dann durch Wasseraufnahme von der Oberfläche her durch Wasseraufnahme vergipst:

CaSO4 (Anhydrit) + 2 H2O (Wasser) = CaSO4 x 2 H2O (Gips)

Die Mächtigkeit der vergipsten Schichten schwankt von wenigen Zentimetern bis zu einigen Zehnermetern. Stellenweise tritt reiner Anhydrit zutage.
 
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