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Gips - mehr als weißes Pulver
 
 
Prägestempel der Fa. Rohde
 
Werbegraphik der Kutzhütte II
 


 
Gewerbliche Nutzung von Gips

Fritz Reinboth

Gips wurde schon im Altertum genutzt, sowohl als Mörtel als auch in Form von Alabaster zu künstlerischen und kunstgewerblichen Zwecken.

Die verschiedenen am Südharz gewonnenen Alabasterarten hat zuerst Georg Henning Behrens in seiner Hercynia curiosa und später der Ilfelder Konrektor Albert Ritter in einer eigenen lateinischen Abhandlung beschrieben. Besonders in der Barockzeit waren aus verschiedenen Alabasterarten zusammengesetzte Altäre, Kanzeln und besonders Epitaphien große Mode. Vielfach von Kunsthistorikern fälschlich als Marmor beschrieben, finden sie sich in ganz Nord- und Mitteldeutschland, z. B. im Braunschweiger Dom. Auch im Kreuzgang des Klosters Walkenried gibt es noch einige Alabastergrabmäler. Andere sind dort bei Bauarbeiten vom 19. Jahrhundert bis in die neueste Zeit beschädigt, zerbrochen oder zerstört worden. Einige Bruchstücke hat das hiesige KlosterMuseum dankenswerterweise aus seinem Magazin für die Ausstellung zur Verfügung gestellt (Rest des Grabsteins für den Reitenden Förster Weinschenck, † 1733).

Rein weißer Alabaster tritt besonders im östlichen Südharz von Rüdigsdorf bis Questenberg und Sangerhausen in lagenweise angeordneten, kugeligen Aggregaten innerhalb von normal geschichtetem Gipsgestein auf. Diese Alabasterkugeln wurden besonders im Giebichenhagen bei Rüdigsdorf in kleinen Stollen abgebaut.

Diese Kleinunternehmen verarbeiteten auch andere Alabastervarietäten, z. B. „Wolkenstein“ aus Harzungen zu Schreibtischgarnituren, Gehäusen für Tischuhren, kleinen Gefäßen, Lämpchen usw. Ein Kupferstich aus Weigels Ständebuch (1698) lässt uns in eine Werkstatt blicken, in der Gefäße aus Alabaster hergestellt werden.
 
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