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Objekt S0005
 

     

 

   
Modell des Klosters Walkenried um das Jahr 1500 (Maßstab 1:200)
 
 
Modell des Klosters Walkenried um 1500
 
Modell des Klosters Walkenried um 1500
 
 
Dieses Modell der Klosteranlage von Walkenried vor dem Bauernkrieg wurde 1974 - 1977 von den Schülern Walter Reinboth und Bernd Emmelmann in dreijähriger Arbeit unter Beratung des Vereins für Heimatgeschichte Walkenried und Umgebung e.V. erstellt.

Als Quellen wurden alte Literatur, Archvalien, Zeichungen und Stiche herangezogen. Die Rekonstruktion von Klausur und Klosterkirche als Kernstück des Modells stützt sich weitgehend auf die Zeichnungen und Grundrisse in Karl Steinackers Kunstdenkmalinventar des Kreises Blankenburg. Nur der von Steinacker nicht berücksichtigte, 1739 abgerissene Konversenflügel musste nach eigenen Dokumentationen anlässlich dessen Freilegung 1975 und Angaben in den Abrissakten (im Staatsarchiv Wolfenbüttel) rekonstruiert werden.

Das Modell zeigt die Klosteranlage innerhalb der Immunitätsmauer im Maßstab 1:200. Es wurde 1977 anlässlich der 850-Jahrfeier der Stiftung des Klosters im Rathaus der Samtgemeinde Walkenries ausgestellt. Es führte dann einige Jahre im Saal des Emmelmannschen Hotels Klosterhof ein wenig beachtetes Dasein. 1984 stiftete die Gemeinde einen soliden Unterbau und eine Plexiglasabdeckung für eine repräsentative Aufstellung des Modells im Brunnenhaus des Klosters, wo es über 20 Jahre den Besuchern einen Eindruck der früheren Klosteranlage vermittelte. 2007 wurde es im Rahmen der Konzeption des neuen Zisterziensermuseums in den sog. Zaubersaal versetzt und fand schließlich hier einen neuen Standort, als der Zaubersaal für andere Ausstellungen benötigt wurde.

Die Beziehungen des Klosters Walkenried zum Thema Gips sind durchaus bemerkenswert. So wurde bei der Fundamentierung der Walkenrieder Klosterkirche, die aus Nüxeier Dolomit besteht, Gipsmörtel verwandt, der durch den steigenden  Grundwasserspiegel in der Nähe der Wieda ausgelaugt wurde, was zu Setzungen insbesondere im Chor der Klosterkirche und in deren Folge zum Umbau des Chors in ein Polygon führte. Die wahre Ursache der Setzungen wurde allerdings seinerzeit nicht erkannt. Gipsmörtel wurde auch bei der Errichtung der Walkenrieder Klostermauer verwendet. Schließlich befanden sich zahlreiche Epitaphien aus Alabaster in der Klosterkirche und im Kreuzgang.
 
   
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Modell des Klosters Walkenried um 1500 Modell des Klosters Walkenried um 1500 
 
   
Basisdaten
 
   
Objektschlüssel: gmw-04-sonst-0005

Maße: 4,20 x 5,30 m

Hergestellt ...
Wer: Walter Reinboth und Bernd Emmelmann
Wann: 1974 - 1977
Wo: Walkenried

Tags: Kloster Walkenried
 
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Literatur
 

 

 
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